Das neue Bitzener Industriedenkmal „Teilstück einer Gruben-Seilbahn“ wird im September der Bestimmung übergeben

Das neue an die Grube „St. Andreas“ und den in Bitzen umgegangenen Bergbau erinnernde Industrie-Denkmal „Teilstück einer Gruben-Seilbahn“ hat seinen Standort am Ortseingang Bitzen, von Oppertsau kommend. Am Mittwoch der vergangenen Woche wurde das Seil zwischen den in einem Abstand von 70 Meter stehenden beiden 12 Meter hohen Masten gespannt und die 250 kg schwere Seilbahn-Lore befestigt. Die Einweihung findet Anfang September, statt. Bis dann soll auch ein Info-Punkt fertiggestellt sein.

Generationen verdankten über Jahrzehnte dem Vorkommen des Eisenerzes im Bereich der ehemaligen Grube „St. Andreas“ in Bitzen Brot und Lohn. Die zum Siegerländer Erzgebiet gehörende und Ende 1931 eingestellte Grube war lebenswichtig für die Bevölkerung auf dem „Berg“ und die angrenzenden Dörfer. Neben Spateisenstein waren auch Kupfererz, Schwefelkies, Zinkblende und Bleiglanz in den Gän¬gen vorhanden.
Mit der Errichtung eines Teilstückes einer Seilbahn möchte man in Bitzen neben den bereits aufgestellten Zeitzeugen an die ehemaligen vom St. Andreas ausgehenden Seilbahnen zur „Heinrichshütte“ Hamm und zur „Alten Hütte“ in Wissen erinnern. Beides waren damals imposante Bauwerke über einige Kilometer, allein schon auf Grund der Topografie.
Die Seilbahn-Lore für das neue Bitzener Denkmal wurde von Kurt Salterberg aus Pracht zur Verfügung gestellt. Nach der Übergabe des aufzuarbeitenden bergmännischen Zeitzeugen begannen auf Bitzener Seite die Restaurierungsarbeiten desselbigen sowie die Herrichtung des hängigen Standortes mit dem Setzen von zwei Masten sowie Beschotterung des Platzes für den Info-Punkt.
Beim Spannen des über 70 Meter langen Seiles hatten sich freundlicherweise Facharbeiter und freiwillige Helfer zur Verfügung gestellt. Die Seilbahn-Lore wurde in der Mitte des Seiles befestigt und mit einem in ein Vierkantrohr mündenden und verschraubbaren Innenrohr fest mit dem Boden verankert. Somit kann die Lore in der Höhe zwischen 1,80 Meter und 2 Meter verstellt werden und ist von Nahem einsehbar.
Bis zur Einweihung des Bergbau-Zeitzeugens wird auch der Info-Punkt am Fuße des Denkmals fertiggestellt sein. Anhand von Fotos, Kartenmaterial und Beschreibungen soll mit Daten und Fakten über den ehemaligen Bergbau in Bitzen informiert werden. Der Standdort des Industriedenkmals hat aus Sicherheitsgründen keinen direkte
n Zugang zur Landesstraße 267 und wird über dem im Volksmund bekannten „Rompfs-Weg“ zu erreichen sein.

Die freihängende und im Boden verankerte Seilbahn-Lore In über 10 Meter Höhe

Mit vereinten Kräften wurde das Seil zwischen den beiden in den Vorwochen errichteten Masten gespannt und die Seilbahn-Lore „angehangen“ und mit dem Boden verankert.

Text und Fotos: Rolf-Dieter Rötzel

 

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