„Lernen Sie Bitzisch....

                   ...onn Deneböschech“

Trotz der aktuell besonderen Umstände geht es weiter mit unserem kleinen Sprachkurs. An dieser Stelle werden wir wieder in regelmässigen Abständen ein kleines Quiz anbieten. Es wird immer ein "Bitzer Begriff" vorgestellt, dessen Bedeutung Ihr erraten sollt. Bei richtiger Beantwortung erwartet Euch eine kleine Belohnung. Auf diese Art und Weise könnt Ihr Euch in den Bitzener Dialekt einarbeiten und Euch zu echten Sprachexperten entwickeln.

Wir wünschen viel Spass dabei !

 

 


 

Lektion 0041

 

    Was bedeutet "Hölzestillchen" ?

  A  

    Kleiner Stab aus Holz, der als

    Rankhilfe gebraucht wird

  B  

    Geheimer Ort, der als Rückzugs-

    möglichkeit im Gehölz genutzt wird

  C  

    Küchenmesserchen mit Holzgriff

  D  

    Gartenzaun aus dünnen Ästen

 

Bitzen in Zeiten ohne Klopapier

Auszug aus „Geschichten aus Bitzen“

Fast alle Häuser hatten eine kleine Landwirtschaft. Es wurden Hühner, Schweine, Schafe, Ziegen, vielleicht sogar Kühe gehalten. Manchmal waren es nur Hühner, manchmal auch Schweine oder Ziegen dazu, manchmal Kühe. Für Kühe aber musste man schon etwas mehr Land besitzen, so dass man die Kühe zum Grasen auf die Wiesen treiben konnte und für den Winter Heu ernten. Weil alles Vieh Mist macht, braucht man in jedem Hof eine „Miste“. Praktischerweise lag sie direkt am Stall. Hier wurden die Schubkarren mit der Stroh-Mist-Mischungen abgeladen. Alles Flüssige daraus konnte absickern in die Bröhkoul. Das Ergebnis daraus war eine gut vergorene braungrüne Flüssigkeit, die im Frühjahr als Flüssigdünger auf die Felder aufgebracht wurde.
Direkt an der Miste war auch das Klo für die Menschen. Das nannte man damals „Abtritt“.
 
An all das konnte mich gut erinnern. An das etwas raue Holz und das runde Loch und an den großen gebogenen Nagel, auf dem das Klopapier aufgespießt war. Ich hatte nämlich meinem OpaHeinrich schon einmal geholfen, Klopapier zu rimmeln. Wenn OpaHeinrich die Rheinzeitung gelesen hatte, riss er alle Seiten in vier gleich große Teile.
Um den Bobbes damit abzuputzen, war das Papier zu glatt, so erklärte mir OpaHeinrich. Man musste es, wie beim  Sockenwaschen zwischen den Handballen von linker und rechter Hand hin und her reiben. Opa zeigte mir, wie man das macht, ohne das Papier zu zerreißen. So wurde die Oberfläche stumpf und weich.Opa machte dann ein Loch in eine Ecke und fädelte die geknautschten Papierstücke auf einen zum Hacken gebogenen großen Nagel. 
Wie alle Abtritte war auch unserer mannshoch. Vorne war eine Tür. Unsere war ohne Guckloch in Augenhöhe. Durch die hätte man sehen können, ob da schon jemand drin saß. Unsere Tür hatte einen Riegel zum Verschließen. Für mich war das sowieso egal. Ich war zu klein, sowohl, um durchzusehen als auch zu verriegeln. Wenn ich es auf das Brett geschafft hatte, brauchte  ich alle meine Konzentration, um über dem großen Loch zu balancieren. Wäre ich erwachsen gewesen, hätte ich mich einfach mit beiden abgewinkelten Beinen auf dem Boden stabilisieren können - meine Beine baumelten in der Luft. Mit beiden Händen hielt ich mich an der Bretterkante fest, um nicht nach hinten in das Loch und - so stellte ich mir vor - in die dunkle Brühe zu fallen, die man weniger sehen als riechen konnte.
Zum Glück war das Sitzbrett durch eine weitere senkrechte Bretterwand abgestützt. Das war ganz praktisch. Es verhinderte, dass die Waden bespritzt würden, wenn „das Geschäft“ mit Verzögerung und einem lauten Platsch in die Bröhkoul fiel.
Wenn ich dann nach rechts zum gekrümmten Nagel reichen wollte, um die gerimmelte Rheinzeitung abzureißen, wurde es echt schwierig. Ich musste mich nach vorne beugen, hatte nur noch eine Hand um mich festzuhalten.
Jetzt runter hüpfen, die Unterhose hoch ziehen, fertig!
 
Anmerkung der Verfasserin:
Ausgelesene Zeitung als Klopapier benutzen ist nur gut, wenn man auf ein Plumsklo geht. Unsere innhäusigen Toiletten mit Wasserspülung würden verstopfen.
 
Bild und Text: Sigrid Vollstedt

 

 
 

Corona-Virus - Schließung von öffentlichen Einrichtungen

Die Ereignisse im Zuge der Corona-Krise überschlagen sich. Den Ortsgemeinden wird empfohlen, Liegenschaften, in der sich größere Menschenmengen ansammeln können (insbesondere Bürgerhäuser), zu schließen und ggf. geplante Veranstaltungen abzusagen. 

In Bitzen wird bis auf Weiteres das Sankt-Andreas-Haus und die Jugend- und Grillhütte und in Dünebusch der Bergtreff geschlossen!

Der für den 28.03.2020 geplante Umwelttag findet nicht statt!

 
 
 

Jahreshauptversammlung des MGV Dünebusch

Ein Rückblick ins Jahr 2018 sowie der Ausblick auf die Jahre 2020 und 2021 umrahmten die Mitgliederversammlung des MGV Dünebusch. Ein Verein mit nunmehr 2 Chören lud zur Jahreshauptversammlung in den Bergtreff Dünebusch ein.

Die Begrüßung der Gäste sowie die Durchführung der Versammlung am 11. Januar 2020 oblag dieses Mal dem 2. Vorsitzenden des Vereines. Klaus Schreiner aus Dünebusch führte charmant und witzig durch die verschiedenen Punkte der Tagesordnung. Er war kurzfristig für den 1. Vereinsvorsitzenden Torben Gerhards eingesprungen, welcher aufgrund einer familiären Situation leider nicht an der Veranstaltung teilnehmen konnte. Der Vorstand entschuldigte dies verständnisvoll und unterstütze die geänderte Personalbesetzung geschlossen. Torben Gerhards ließ es sich jedoch nicht nehmen, der Veranstaltung in Form eines kurzen, schriftlichen Grußes einen guten und fairen Verlauf zu wünschen.

Wie dem geheißen, eröffnete Klaus Schreiner sobald mit seinen eigenen Worten die Jahreshauptversammlung und dankte währenddessen besonders Ortsbürgermeister Armin Weigel, Chorleiter Peter Brenner sowie den Vertretern der anderen Bergvereine für ihre Anwesenheit. Im Anschluss daran wurde in Form einer Totenehrung den im letzten Jahr verstorbenen aktiven und passiven Mitgliedern, sowie Ehrenmitgliedern gedacht. Ein Lauf der Zeit, welcher es einem Verein wie diesem nicht gerade einfacher macht, sein Fortbestehen zu sichern. Dieses Thema griff auch Klaus Schreiner während seines Berichtes auf und sprach in diesem Zusammenhang auch die teils prekäre Lage der relativ geringen Anzahl aktiver Sänger im Männerchor an. Dem Bericht des 1. Geschäftsführers Lars Schneider zufolge besteht dieser momentan aus 18 aktiven Sängern mit einem Durchschnittsalter vor 56 Jahren. Die Gründung des gemischten Chores hingegen erwies sich als richtige Entscheidung, denn laut Vorstandsberichten bringt dieser Teil mit insgesamt 28 aktiven Sängerinnen und Sängern Stabilität in das gesamte Vereinsleben. Der gemischte Chor durfte im Jahr 2019 sein Können bereits mit den ersten Auftritten unter Beweis stellen. Ferner bildet besonders das Engagement bei den seit Jahren etablierten Veranstaltungen wie dem Skatturnier, Maifrühschoppen oder Schlemmerfest, sowie als auch dem Nikolausfest oder Weihnachtsmarkt eine wichtige Stütze. Eben diese Veranstaltungen sind für den Verein eine wichtige Einnahmequelle, um auch wirtschaftlich weiterhin auf einem grünen Zweig zu stehen. Diese Abteilung stellte der 1. Kassierer Rolf Röttgen aus Bitzen in seinem Kassenbericht vor. Die Kasse wurde vorher ordnungsgemäß von den Kassenprüfern Gerd Quarz und Dennis Fuchs geprüft, welcher daraufhin um Entlastung des Vorstandes bat dem wiederum stattgegeben wurde.

Mithin die wichtigste und wohl auch über die Grenzen hinaus bekannteste Veranstaltung der Dünebuscher Sänger ist das Sängerfest, welches alle 5 Jahre stattfindet. Ganz besonders herauszustellen ist an dieser Stelle die Tatsache, dass der Gesangsverein „MGV Dünebusch“ 2021 seinen 100. Geburtstag feiern wird. Ein Jubilar, welches immer mehr Vereinen und Chören aufgrund vorheriger Auflösung verwehrt bleibt. Auf dieses großartige Ereignis blickt der Vorstand nun bereits mit den ersten Ideen zur Planung und vor allem mit der Gründung eines Festausschusses. Dazu wurde während der Jahreshauptversammlung kollektiv gefragt, wer der Anwesenden Interesse an einer Mitgestaltung dieses denkwürdigen Ereignisses habe. Daraufhin meldete sich die absolute Mehrheit der Gäste und der Vorstand staunte nicht schlecht, auf wie viel Unterstützung er nun bauen kann. Ganz nach dem Motto „gemeinsam auf dem Berg“ wird es nun im Frühling zügig darangehen, einen Termin für die erste Ausschusssitzung zu finden. Eins steht allerdings schon fest: Es wird einen Festumzug geben und gefeiert wird nach alter Sitte 4 Tage am Stück. Das Sängerfest wird vom 04.-07. Juni 2021 stattfinden.

 

  
Klaus Schreiner überreicht den anwesenden Jubilaren Peter Bär und Peter Jung ihre Urkunden Der einstimmig bestätigte Vorstand hier vertreten durch (v.l.n.r.) Klaus Schreiner, Rolf Röttgen, Dennis Weigel, Maximilian Tillmanns, Chris Böhmer, Lars Schneider und Michaela Neuhaus. Außerdem in vorderer Reihe zu sehen die beiden neu gewählten Kassenprüferinnen Christiane Schreiner und Tanja Zimpelmann

 

Nicht ganz seit 100 Jahren sind einige Personen Mitglieder des MGV Dünebusch. Geehrt wurden an diesem Abend Harald Krieger und Peter Jung für 40 Jahre Mitgliedschaft sowie Peter Bär für 25 Jahre Mitgliedschaft. Die Ehrungen nahmen Klaus Schreiner und Lars Schneider gemeinsam vor. Beide dankten den Jubilaren mit Urkunden und Glückwünschen. Ebenso beglückwünschen lassen können sich die Vorstandsmitglieder des Vereines. Die gute Arbeit trägt Früchte und so wurden alle zur Neuwahl stehenden Positionen einstimmig mit den gleichen Ehrenamtlern besetzt. Dazu zählen Klaus Schreiner als 2. Vorsitzender, Lars Schneider als 1. Geschäftsführer, Rolf Röttgen als 1. Kassierer und zu guter Letzt Andreas Mohr als Beisitzer. Als Kassenprüfer treten nunmehr neben dem bereits im Amt vertretenen Gerd Quarz die neu gewählten Kassenprüferinnen Christiane Schreiner und Tanja Zimpelmann ins Amt.

Alles in allem eine kurzweilige, gute und ansprechend gestaltete Jahreshauptversammlung, die den Versammelten einen gesunden Rückblick als auch einen motivierenden Ausblick auf die Zukunft bieten konnte.

Text und Bilder: Lara Kapschak

 

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