Ortsgemeinden Bitzen und Forst sprachen einen gemeinsamen „Helferdank 2016“ für ehrenamtliche Tätigkeiten aus
 
Erstmals führten die beiden Berggemeinden Bitzen und Forst einen gemeinsamen „Helferdank“ für Ehrenamtliche in Form eines geselligen Beisammenseins im St. Andreas-Haus durch. Mit diesem wurde ein Dank für die Personen übermittelt, die sich im abgelaufenen Jahr ehrenamtlich bei gemeindlichen Aktivitäten engagierten.
Die Ortsgemeinde Bitzen hatte bereits vier Mal zuvor einen solchen jährlichen „Helferdank“ initiiert. Da jedoch verschiedene Veranstaltungen, so vor allem auch das jährliche Jugendcamp mit 90 Teilnehmern und 80 Helfer/innen gemeindeübergreifend stattfindet, hatte man sich nunmehr entschlossen, einen gemeinsamen „Helferdank“ durchzuführen. Dies war eine zukunftsweisende Idee, da sich Ratsmitglieder mit Bürgerinnen und Bürgern des gesamten „Berges“ treffen. Bei Essen und Getränken werden Gespräche geführt und nebenbei auch neue Ideen geboren.
Die beiden Ortsbürgermeister Armin Weigel (Bitzen) und Jürgen Mai (Forst) dankten den Anwesenden für deren ehrenamtliches Engagement. In ihren weiteren Ausführungen sprachen sie von Vorbildfunktionen. Sie baten das Begonnene zum Wohle der Gemeinden und der Bevölkerung fortzuführen. „Denn ohne ehrenamtliche Mithilfe aus der Bevölkerung sind die Gemeinden um einiges ärmer.”
 
Beim „Helferdank 2016“ konnten sich der Kindergarten und der Kinderchor „Die Schlümpfe“ über zahlreiche Spenden freuen.

Armin Weigel betonte, dass sich bei Arbeitseinsätzen und damit einhergehenden Gemeinsamkeiten mit dem Förderverein des Kindergartens Bitzen und dem Kinderchor „Die Schlümpfe“, eine Abteilung des MGV Dünebusch, zwei weitere Institutionen auf dem „Berg“ initiiert hätten. Diese standen dann auch im Mittelpunkt, als Spenden übergeben wurden. Im Rahmen einer Sammlung bei der Senioren- und Weihnachtsfeier der Ortsgemeinde Forst und des Frauenchores Forst waren 404,80€ zusammen gekommen. Die zweite Vorsitzende des Frauenchores, Inge Rabbich, übergab dem Kita-Förderverein und dem Kinderchor je einen Betrag von 202,40€.
Zweihundert Euro erhielten „Die Schlümpfe“ von Helmut Rabbich, der beim Weihnachtsmarkt in Bitzen selbst hergestellte Sägearbeiten zum Kauf angeboten hatte.
Beim vom TuS Bitzen, MGV Dünebusch, Bürgerverein, der Jugendhütte und der Ortsgemeinde Bitzen im Rahmen der letztjährigen Fußball-Europameisterschaften im „Bergtreff“ veranstalteten Public Viewing war für Jeden ein Erlös von 170€ zusammen gekommen.
Ortsgemeinde, MGV, Bürgerverein und Sportverein spendeten ihre Beträge für den Kindergarten sowie den Kinderchor, so dass sich diese jeweils über einen Zuschuss von 340€ freuen konnten. Die Jugendhütte organisierte mit ihrem zustehenden Betrag bereits einen „Tag der Jugend“.
Hinsichtlich des einwöchigen Jugendcamps appellierte Armin Weigel an die Eltern, sich aktiv in diese mit einzubringen und Vorschläge zu unterbreiten. „Dann können wir die Arbeit und die Freude der teilnehmenden Kinder auf noch mehr Schultern legen.“ Weitere Infos hierzu erteilen die beiden Ortsgemeinden.
 

Text und Fotos: Rolf-Dieter Rötzel

 

 
Für fünf kleine Erdenbürger wurden in der Ortsgemeinde Bitzen Geburtsbäume gepflanzt
 
Zum achten Mal wurde unter Beteiligung der Bevölkerung eine Baumpflanzaktion für kleine Erdenbürger in der Ortsgemeinde Bitzen durchgeführt. Im „Gassenfeld“ in Dünebusch pflanzten Eltern am Samstagnachmittag weitere fünf „wachsende Erinnerungen“; 45 Geburtsbäume sind es nun insgesamt im Ortsbereich Dünebusch, in dem in den ersten vier Jahren die Anpflanzungen im Bereich des ehemaligen Bleichplatzes in der unteren Brunnenstraße stattfanden.
 

 

 

Die Hauptstrasse in Bitzen

Für alle, die den Fernsehbeitrag über Bitzen im Südwestfunk am 18.10.2016 verpasst haben, hier der Link zum Anschauen: 

http://www.swr.de/landesschau-rp/hierzuland/bitzen-hauptstrasse/-/id=100766/did=18077998/nid=100766/10e51p5/index.html

 

 

 

 

 
Das diesjährige einwöchige Jugendcamp Bitzen/Forst wurde an allen Tagen von sommerlichen Temperaturen begleitet

Sommerliche Temperaturen begleiteten das vierte von den beiden Ortsgemeinden Bitzen und Forst organisierte sowie vom Kreisjugendamt Altenkirchen und ortsansässigen Vereinen unterstützte Jugendcamp, das am vergangenen Freitag mit Vorführungen der Hammer Feuerwehr, Lagerfeuer, Stockbrot, einer Nachwanderung und Zelten auf dem Bolzplatz in Forst endete. Eine 80-köpfige ehrenamtliche Helferschar umsorgte während der Woche 92 Teilnehmer im Alter von drei bis 14 Jahren vom „Berg“ und aus angrenzenden Nachbargemeinden.

Geboten wurde erneut eine abwechslungs- und erlebnisreiche Woche, bei denen die Teilnehmer bei verschiedenen Projekten auch handwerkliches Geschick und ihre Kreativität einbringen konnten und Alltägliches aus vergangenen Jahrzehnten vermittelt bekamen. Abgerundet wurde die breite Angebots-Palette mit Unterhaltung, Sport und Spiel.
Zum Auftakt des Jugendcamps, das in diesem Jahr unter dem Motto „Vom Gras zur Milch“ stand,  besuchten die Kids das landwirtschaftliche Anwesen Gelhausen in Forst-Wäldchen und ließen sich von Hans-Georg, Anke, Julia und Tom Gelhausen die alltäglichen Abläufe auf dem Bauernhof erklären, um im Anschluss daran nach Seifen zum Mittagessen und „Austoben“ auf dem Spielplatz zu wandern.
Drei Eicher-Traktoren sowie mehrere jahrzehntealte landwirtschaftliche Geräte, darunter ein Mähwerk, das früher von einem Pferd gezogen wurde, Gabelwender, Kammrechen, Milchzentrifuge und Butterfass gaben Einblicke in die einstige Landwirtschaft. Das breite Themenband erstreckte sich weiter von der Mahd, das Wenden von Gras, Aufstellung von Heukegeln bis hin zur Heuernte.
Zu Beginn stand jedoch die einstige mühevolle Handarbeit bei der lehrreichen Dokumentation im Vordergrund, die Heinz-Otto Lück und Maximilian Schäfer vermittelten. „Den Oberkörper mit drehen“, war die Aufforderung beim Grasschnitt mit der Sense durch Lück. Es blieb nicht nur bei der Theorie. Vielmehr konnten Interessierte unter der strengen Beobachtung der Betreuer auch alles selbst ausführen. Abschließend gab es Wissenswertes zu Milchprodukten.
Kreativität war bei der Textilgestaltung unter Leitung von Andrea und Patrick Strunk sowie Melanie Rötzel angesagt. Was aus Filz, Stoff- und Wollresten sowie ausgedienten Kabelrollen hergestellt werden kann, ist einfach verblüffend: Filz-Taschen und Utensilos mit Accessoires, Blumen, Kraken und Hocker. Der Ideenreichtum war einfach toll. Die Mädchen und Jungen waren begeistert.

Handwerkliches Geschick
Fledermäuse sind Flugkünstler der Nacht, scheu, wendig, überaus manövrierfähig, wirken irgendwie unheimlich und dennoch beeindruckend. Für die kleinen Flugakrobaten mit Ultraschall-Echoortungssystem wurden unter Anleitung von Heinz-Jürgen Steinhauer und Hans Bargon hölzerne Fledermauskästen erstellt.
Handwerkliches Geschick war auch beim Bau einer Seifenkiste erforderlich, die mit Projektleiter Jürgen Mai aus einem Baukastensatz gefertigt wurde. Zum Einsatz kommt der motorlose Rennwagen beim Seifenkistenrennen am Samstag/Sonntag, 27./28. August, in Forst-Seifen. Sicherlich ein tolles Erlebnis für die Erbauer der Seifenkiste, selbst an den Lenkseilen zu sitzen.
Hölzerne Seifenkisten im Miniformat erstellten Mädchen und Jungen mit Micha Zicklam. Die unterschiedlichen Prototypen werden auf einer Minibahn beim Seifenkistenrennen in Seifen zu sehen sein.
Erstmals im Jugendcamp-Programm waren Tonarbeiten mit Karl Dieter Horn, die großes Interesse bei den jugendlichen Teilnehmern fanden. Modelliert wurden kleine Häuser. Dabei kamen die Nachwuchs-Künstler wiederholt ins Staunen, so auch beim „Erstellen der Dachpfannen“. Die Bauwerke konnten allerdings noch nicht mit nach Hause genommen werden. Sie müssen zuerst trocknen, um dann gebrannt zu werden. Nach dem heutigen Stand können die Kunstwerke am Samstagnachmittag, 10. September, bei Horn abgeholt werden.
Zufrieden waren auch die Angler, die sich mit Projektleiter Knut Gümpel und dessen Team über eine gute Fangquote freuten. Vor dem ersten Auswerfen der Angelschnüre stand Wissenswertes über Fische im Vordergrund.
Neu auf der Jugendcamp-Agenda stand auch Schach. Volker Drewski, der auch für weitere Infos zur Verfügung steht, zeigte sich mit der Resonanz ebenfalls zufrieden.
Bei den sommerlichen Temperaturen standen zudem Wanderungen ins Holperbachtal hoch im Kurs, alleine deshalb schon, um sich am kühlenden Nass zu erfrischen.
Zwei Mädchen-Gruppen ließen sich einen halben Tag im Tanzen von Rabea Lindner unterrichten. Das Ergebnis zeigte man mit einem gemeinsamen Auftritt während der Abschlussveranstaltung auf dem Bolzplatz in Forst. Alle Tänzerinnen erhielten verdienten Beifall.
Sportlich ging es auf der „Kaufmannshalde“ mit einem fußballerischen Trainingsprogramm und einem Soccer-Turnier mit Markus Gümpel vom TuS Germania Bitzen zu. Abgerundet wurde das wöchentliche Programm mit Reiten, Wave-Board sowie verschiedenen Unterhaltungsspielen. Als Fazit wurde gezogen: es kam nie Langeweile auf. Für die Kindergartenkinder war ein eigenes Programm unter Beteiligung der Mütter von Lara Kapschak erstellt worden.

Kühlendes Nass
Für das leibliche Wohl während der Jugendcamp-Woche sorgte Jutta Bewer mit ihrem engagierten und bewährten Team aus Helferinnen/Helfer des Bürgervereins Bitzen, Frauenchores Forst und des MGV Dünebusch. Bereits in den frühen Morgenstunden traf man sich im St. Andreas-Haus, um das Frühstück für alle Teilnehmer vorzubereiten. Waren die Kids dann mit ihren Gruppen unterwegs, wurde der Essensraum neu eingedeckt und das Mittagessen vorbereitet. Alles war gut vorbereitet – man arbeitete „Hand in Hand“.
Dies galt auch für die „Kommando-Zentrale“, in der Sascha Hoffmann, Hans-Klaus Kapschak, Jürgen Mai und Armin Weigel die täglichen An- und Abmeldungen der Kinder digital vermerkten und hin und wieder auch den Wünschen von Teilnehmern für einen kurzfristigen Gruppen- oder Projektwechsel entsprachen.
Am vergangenen Freitag, dem Abschlusstag, trafen sich alle Jugendcamp-Teilnehmer nach dem im St. Andreas-Haus eingenommenen Frühstück im „Bergtreff“, um dann nach einem gemeinsamen Pizzaessen  nach Forst zu wandern. Mit einem Lagerfeuer, Stockbrot, einer Nachtwanderung rund um Forst und Zelten ging in Anwesenheit der Eltern, Freunden und Bekannten das ereignisreiche Jugendcamp Bitzen/Forst 2016 zu Ende. Ein besonderer Blickfang waren auch die erstmals erstellten Gruppenbanner. Auch hier war die Kreativität der Kinder überaus sehenswert.
Zu einem besonderen Erlebnis wurde die Anwesenheit der Freiwilligen Feuerwehr Hamm und hier insbesondere das Treffen von drei Zielklappen mit dem Wasserstrahl. Zahlreiche Kinder nahmen dies zum Anlass, sich mit dem kühlenden Nass zu erfrischen. Auch Erwachsene kamen in diesen Genuss, wenn auch ungewollt. Bei einem Geschicklichkeitsspiel musste mit dem Spreizer ein Ball von einem Kegel auf den anderen Kegel balanciert werden.
Die Organisatoren zogen ein positives Fazit der einwöchigen Veranstaltung. Nachfragen bei Teilnehmern ergaben, dass man rundum zufrieden war, einiges gelernt habe und sich bereits auf das nächste Jahr freue. Die beiden Ortsbürgermeister Armin Weigel (Bitzen) und Jürgen Mai (Forst) sprachen der großen Helferschar und den zahlreichen Spendern einen aufrichtigen Dank aus, ohne deren vorbildliches Engagement eine solche einwöchige Veranstaltung nicht durchführbar wäre.
 

Beim Bau der Fledermauskästen.  

Das Soccer-Turnier verlief überaus spannend.

Beim Mähen erhielt Heinz-Otto Lück wertvolle Hilfe.  

Die An- und Abmeldezentrale.

Die Angler waren sehr erfolgreich.

Die kreative Textilgestaltung wurde wieder zu einem Renner.  

Die Seifenkiste ist fast fertig.

Ein Teil des Küchenpersonals.

Handwerkliches Geschick war auch beim Bau der Seifenkisten-Modelle angesagt.

Geschicklichkeit war bei der Feuerwehr mit dem Spreizer gefragt.

Erstmals wurde Schach angeboten. 

Interessiert schaute man dem Künstler Karl-Dieter Horn über die Schulter.

Kühlendes Nass gab es bei der Hammer Feuerwehr.

Rund um die Milch ging es auch beim diesjährigen Jugendcamp. 

 

Sportliche Angebote gab es auch für die Kindergartengruppe unter Einbeziehung der Mütter. 

Stockbrot wird gebacken.

Verdienten Beifall erhielten die beiden Tanzgruppen für ihren gemeinsamen Auftritt.

Zusammen wurde morgens im St. Andreas-Haus gefrühstückt.

 
Text und Fotos: Rolf-Dieter Rötzel